Dienstag, 27. November 2012

Valerianella

Ackersalat, wie man den Feldsalat hier im Schwäbischen nennt, ist anscheinend wieder heißbegehrt, denn ich konnte im Gemüseladen gerade noch eine Handvoll ergattern. Da muss ich morgen auf dem Markt gleich Nachschub besorgen, von Feldsalat kann ich im Winter nämlich nicht genug bekommen.

Feldsalat gehört zu den Lebensmitteln, für die jede Region ihre eigene Bezeichnung hat: die Österreicher nennen ihn Vogerlsalat, Rapunzelsalat heißt er in Thüringen und Sachsen, als Mäuseöhrchensalat wird er liebevoll in Luxemburg und im Saarland bezeichnet, Sonnenwirbel heißt er in Baden, Hasenöhrchen in Unterfranken. Selbst die lateinische Gattungsbezeichnung klingt poetisch: Valerianella - schön! Nur der schwäbische "Ackersalat" kommt dagegen doch reichlich profan daher, oder? In meiner Heimat in Nordhessen nennen wir den Feldsalat Nüsschen, weil er so schön nussig schmeckt. Und so mag ich ihn auch am liebsten - mit Nüssen.

Ein fruchtig-nussig-blitzschnelle Variante gab es heute abend bei mir (ich mag es kaum Rezept nennen, weil es so einfach ist):

Feldsalat mit Walnüssen und getrockneten Aprikosen

(für 1 Person)

Für das Dressing etwa 2 EL Orangensaft mit 1 EL rotem Pesto verrühren und mit Pfeffer würzen. Eine Handvoll Feldsalat putzen, waschen und trockenschleudern. 2 - 3 getrocknete Aprikosen in schmale Streifen schneiden, 4 - 5 Walnusskerne ebenso in Streifen schneiden. Salat mit Dressing beträufeln und Aprikosen und Walnüsse drüber streuen. Fertig!


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